Im härtesten Radrennen der Welt

Nummer sicher auf der Tour

A A A

Tausende Höhenmeter, halsbrecherische Abfahrten, extreme Wetterbedingungen: Die Tour de France gilt als härtestes Straßenrennen der Welt. Doch nicht nur den Fahrern, sondern auch dem Material wird viel abverlangt. Woran kaum einer denkt – Startnummern zum Beispiel müssen Wind, Regen und Schweiß sicher standhalten, gleichzeitig aber auch komfortabel zu tragen sein.

Tour de France. Auf dem Weg nach Paris müssen mehr als 160 Fahrer rund 3.300 Kilometer und etliche Tausend Höhenmeter zurücklegen. Im Schnitt fahren die Profis rund 200 Kilometer am Tag. Dabei treten sie nicht nur einfach heftig in die Pedale, sondern müssen auch Berge mit extremen Anstiegen und ebenso steilen Gefällen überwinden. Und das Ganze bei Wind, Regen und hohen Temperaturen von bis zu 30 Grad.

Foto: © jeanma85 – Fotolia.com

Für den Körper ist das eine Tortur. Nicht umsonst heißt die Frankreich-Rundfahrt ja auch „Tour der Leiden“. Umso schlimmer wird es, wenn das Material die Belastung zusätzlich erhöht. Ein Beispiel sind die alten Startnummern. „Sie haben sich durch Wind und Schweiß aufgerollt und wollten nicht mehr halten […]. Da sie recht dick waren, war unsere Körpertemperatur auf jenem Teil unseres Rückens immer höher […]. Vorher brauchten wir auch ein Dutzend Sicherheitsnadeln“, berichtet Samuel Dumoulin, Fahrer des AG2R-Teams.

Neuer Spezialklebstoff bringt die Lösung

Das ist natürlich alles andere als optimal. Deshalb haben sich die Organisatoren der Tour de France an ein Spezialunternehmen für intelligente Klebstoffe gewandt. Ziel war es: eine flexiblere Startnummer zu entwickeln, die den Anforderungen hinsichtlich Widerstandsfähigkeit gegen Wind, Regen und Schweiß entspricht, mehr Komfort bietet, atmungsaktiv ist und sich am Ende jeder Etappe rückstandslos entfernen lässt.

Gefragt – getan. Nach intensiver Testphase wurde ein Haftklebstoff entwickelt, der selbst bei einer kleinen Klebfläche eine maximale Haftung garantiert und den anspruchsvollen Vorgaben der Sportler entspricht. Das Ergebnis überzeugt die Fahrer: „Die neuen Startnummern haften besser. Zuvor haben sich oft die Ecken in der Nähe der Tasche abgelöst, in der wir unsere Erfrischungen haben […], das passiert jetzt nicht mehr. […] die neuen Nummern sind wirklich dünn und machen es einfacher für die Fahrer“, erklärt Dumoulin.

Übrigens:

Jedes Jahr werden 14.652 Startnummern an die Tour de France geliefert.

Titelbild: © jeanma85 – Fotolia.com