Einfach aufgeklebt

Mit Klebfolien einen neuen Look kreieren

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Seit Jahrzehnten wachsen Kinder mit Stickern und Abziehbildern auf. Für Erwachsene gibt es sie in größeren Dimensionen: Klebfolien verschönern beispielsweise Möbel, Wände oder Glasflächen.

Mit Klebfolien lässt sich so gut wie jede Oberfläche imitieren – von Holz und Leder über Chrom, Edelstahl und Aluminium bis hin zu Silber und Gold, glänzend oder matt. Geprägte Folien mit 3D-Charakter weisen sogar eine ähnliche Struktur auf wie das Original.

Neuer Glanz für die alte Einrichtung

Foto: © K&L Wall Art GmbH

Der weiße Schrank. Schon immer stand er, schlicht und unscheinbar, im Arbeitszimmer. Jetzt ist er der ganze Stolz der kleinen Lena und Mittelpunkt des neuen, selbst gestalteten Mädchenzimmers. Die Verwandlung hat das einfache Möbelstück Klebfolien zu verdanken. Bunte Blumen und Schmetterlinge zieren die Türen und Außenseiten, peppen den 08/15-Schrank zum Unikat auf. Außerdem ein Traum für jedes Kind: Einfach mit Kreide oder abwaschbaren Stiften auf die Möbel malen zu dürfen. Das ist dank Tafel- und Whiteboardfolie jetzt erlaubt. Die mit Spezialklebstoff beschichteten Folien gibt es in diversen Ausführungen. So erhält beispielsweise auch die Küche einen neuen Look. Mit Fronten in glänzendem Rot oder edler Holzoptik – dank Klebfolien kein Problem. Für die langweiligen Badezimmerfliesen käme ein Schachbrettmuster in Frage, in passender Größe bestellt, muss es nur noch aufgeklebt werden. Einen tollen Blickfang bietet auch die Eisenfolie. Damit werden Oberflächen magnetisch, denn in den flexiblen Kunststofffolien sind echte Eisenpartikel enthalten.

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Wände

Soll das Wohnzimmer nun in auffälligem Orange oder doch lieber in frischem Grün gehalten werden? Am schönsten wäre es ja, alle paar Monate komplett umzugestalten! Warum nicht? Wo früher jedes Mal neu gestrichen werden musste, kommen heute so genannte Wandtattoos zum Einsatz. Die hauchdünnen, selbstklebenden Vinylfolien sind mit einem wasserbeständigen Acrylklebstoff beschichtet und passen sich auch Raufasertapeten optimal an. So verleihen die Wandaufkleber weißen Wänden das gewisse Etwas, sind aber auch im Handumdrehen wieder entfernt.

Schöner Schutz

Glas ist überall. In unseren Fenstern, vielen Türen, Trennwänden und Schaufenstern. Dank Klebfolien werden die durchsichtigen Scheiben zu Gestaltungselementen. So dient Milchglasfolie oft als eleganter Sichtschutz. Gegen Hitze und blendende Sonnenstrahlen werden spezielle Sonnenschutzfolien eingesetzt. Ideal für Eingangstüren und Schaufenster sind Folien, die das Firmenlogo abbilden oder Sonderaktionen ankündigen. Schöner und bequemer kann der Schutz im Glasbereich nicht sein.

Spezialfall: Fahrende Gestaltungswunder

Foto: © 3M

Foto: © 3M

Auf Straßenbahnen und Zügen gehören sie zum Alltag. Klebfolien werden für Werbung eingesetzt oder geben Sonderzügen einen individuellen Charakter. Nicht ganz so offensichtlich begegnen uns die Klebfolien aber auch auf Autos. Car-Wrapping wird die vollflächige Klebung mit Folien genannt – eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, die Karosserie nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Mit matten Farbtönen, Carbon-Look oder gebürstetem Metall hebt sich so manches Standardmodell optisch ab und wird zum Blickfang. Für eine einfache Verarbeitung sind die Folien mit einer speziellen Klebstofftechnologie ausgestattet, die das genaue Positionieren erleichtert. Sitzt die Folie am richtigen Ort, wird sie fest angedrückt und verbindet sich mit der Oberfläche des Fahrzeugs. Luftblasen können durch Luftkanäle im Klebstoff ausgestrichen werden. Die Folien sind witterungsbeständig, einfach zu reinigen und schützen vor Kratzern und leichten Steinschlägen. Mit starker Wärme lässt sich die Folierung bei Bedarf rückstandsfrei wieder ablösen – das hat sich schon bei so manchem Taxi oder Polizeiwagen bewährt.

Titelbild: © K&L Wall Art GmbH

3D ohne Brille

Für den Mobilfunkbereich, Spielkonsolen und kleinere Notebooks haben Forscher eine Technologie für die dreidimensionale Darstellung erfunden, bei der keine 3D-Brille getragen werden muss. Das Ganze funktioniert mit einer neuartigen optischen Folie, die in das Display integriert werden kann. Sie lenkt das Licht um und ermöglicht so einen räumlichen Effekt. Winzige Linsen auf der Oberseite der Folie und kleine Prismen auf der Unterseite geben unterschiedliche Bildinformationen für das rechte und das linke Auge ab. Voraussetzung dafür ist es, dass der Betrachter den richtigen Abstand und den passenden Blickwinkel hat. Dazu muss er relativ senkrecht mit einem Abstand von 30 bis 40 Zentimetern auf das Display blicken. Stimmen der Abstand oder der Winkel nicht, bleibt immerhin der 2D-Effekt.