Innenraum-Check

Was macht unsere Autos so leise

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Bei jedem Schlagloch oder Gullideckel ertönen dumpfe Geräusche, der Wind pfeift durch die Türdichtungen und Kabelstränge klappern im Armaturenbrett. Ach, waren das noch Zeiten für Autofahrer. Gut, dass sie längst vorbei sind. Klebstoffen sei Dank. Sie dämmen den unerwünschten Lärm deutlich ein. So lässt sich die Fahrt entspannt genießen.

Dank geräuschreduzierender Klebebänder herrscht im Auto Ruhe. Ihr Geheimnis: Sie weisen eine extrem gleitfähige Oberfläche auf. Dadurch verringert sich der Reibungswiderstand und somit die Geräuschkulisse. Die praktischen Schalldämpfer-Tapes bestehen aus mehreren Schichten Weichaluminium-Folie. Jeweils eine Seite ist mit synthetischen Kautschuk- oder Acrylat-Klebstoffen beschichtet. Diese Kombination macht die Klebebänder beständig gegen Feuchtigkeit und viele Chemikalien. So halten sie auch starken Belastungen sicher stand und sorgen dauerhaft für Stille und Entspannung.

Geräusch-Prävention per Spritze

Eine weitere effektive Lärmschutz-Technik in der Automobilindustrie sind von Robotern gespritzte Dämpfungs-Klebstoffe für die Fahrzeugkarosserie. Sogenannte Liquid Applied Sound Deadener (LASD) reduzieren deutlich die vom Motor und den Rädern ausgehenden Geräusche. Als Basis für diese LASD dienen Epoxidharze, Kautschuke oder Acrylate. Roboter applizieren die modernen Dämpfungs-Materialien in hauchdünnen Schichten auf schwingungsanfällige Fahrzeugsektionen, zum Beispiel Hohlräume in Türen, Seitenteilen, Motorhauben und Kofferraumdeckeln. Anschließend härten sie im Lackofen bei 180 Grad Celsius aus. Die akustische Performance von LASD ist weitaus besser als die von herkömmlichen Bitumen-Matten. Zudem ermöglicht ihr Einsatz bis zu 20 Prozent Gewichtseinsparung. Im Gegensatz zu letztgenannten Produkten dämmen LASD aufgrund ihrer Viskoelastizität. Das heißt, sie vereinigen sowohl Eigenschaften von flüssigen als auch festen Stoffen in sich. Diese besondere Kombination gewährleistet hohe Dämpfleistungen.

Klebstoffe dämmen nicht nur, sie sorgen auch für Ordnung

Ob Radio, Klimaanlage, Navigation, oder Bordcomputer – ohne Elektronik kommt heute kein Auto mehr aus. Hunderte Meter Kabel sind nötig, um die Geräte mit genügend Energie zu versorgen. Klebebänder helfen dabei, den Kabelsalat hinter dem Armaturenbrett zu bündeln, zu befestigen und zu bändigen. Dank ihnen muss kein Autofahrer mehr auf die zahlreichen elektronischen Helfer verzichten, die den Fahralltag komfortabler und sicherer gestalten.

Titelbild: © Henkel

 

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